Montag, 28. April 2008

biru o kudasai

Natürlich gehe ich nicht nur zur Schule. Nach dem Unterricht gehen wir auch ab und zu in den Ausgang. Das geht immer ganz gutgesittet zu und her. Meist trinken wir in eine Bar ein, zwei Bier zum Apero. Danach geht’s dann in ein Esslokal. Das Bestellen der Mahlzeit ist in der Regel nicht schwer. Die Menükarte zeigt oft Bilder der Gerichte. Wenn keine Bilder vorhanden sind, bestellt man einfach irgendwas und lässt sich überraschen. So rechtig grusig wars erst einmal. Natto, das sind fermentierte Sojabohnen, stinkt grässlich. Im Gegensatz zu unserem Käse, der manchmal auch stinkt, ist Natto auch im Geschmack nicht wirklich gut. Viele Japaner essen Natto zu allem. Vielleicht komme ich ja auch noch auf den Geschmack. Sonst kann ich die Japanische Küche nur loben. Fisch und Reis machen den Grossteil aus. Ich esse fast jeden Tag, vor der Schule, kleine Chüechli aus klebrigem Reis die in der Mitte eine Sauce oder Fisch haben. Damit man den ganzen Reis nicht an den Fingern kleben hat, sind die meist dreieckigen Leckereien in Seetangblätter eingewickelt. Bento’s sind auch sehr gut. Das sind Lunchpakete die man in allen Varianten haben kann. Fisch, Fleisch, Vegi, alles ist möglich. In unserem Supermarkt hat es ein etwa 15m langes Bentogestell. Wenn man nicht ein Sushi oder Sashimi Bento wählt, ist man mit sieben Franken schon in der oberen Preisklasse. Brigitte ist eine super Köchin. Sie kocht oft japanische Gerichte. Bis jetzt war alles sehr gut. Und wenn auch fast immer Reis dabei ist, wird es nicht langweilig. Der Reis wird immer im Reiskocher zubereitet. Damit er nicht immer gleich Schmeckt gibt es verschieden Sachen die man darüber Streut. Zum Beispiel klitzekleine Fische. Das ist super lecker.

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