Nach Kyoto bin ich nochmals nach Tone gereist. Ein letztes Mal (in diesen Ferien) mit dem Shinkansen durch die Landschaft gedonnert. Von Tone aus hab ich dann nochmals meine Schulgspändli besucht. Mit denen ist gut trinken. Ich hab den letzten Zug verpasst und bin dann am Morgen früh erst wieder bei Brigitte angekommen. Kaum war ich zu Hause hab ich gemerkt dass ich das Telefon von der Gastfamilie verloren hatte. Normalerweise ist die Natelsuche ja ganz einfach. Man ruft es an und wartet bis jemand abnimmt und sagt wo das Telefon im Moment ist. Bei mir war’s aber nicht möglich weil der Akku komplett leer war.
Am Sonntag ging ich das letzte Mal ins Karatetraining. Wie schon in der Schule hab ich auch von den Karatekas eine Abschiedskarte mit vielen guten Wünschen bekommen. Im grossen und ganzen kann ich die aber nicht lesen weil die auf Japanisch geschrieben sind.
Am Sonntag hab ich dann auch noch meinen Rucksack für Okinawa gepackt. Alles mit langen Ärmeln und Beinen blieb in Tone.

In Okinawa ist es ja schliesslich heiss. Schon aus dem Flugzeug sahen die Inseln super aus.

Am Flughafen hab ich mich dann um eine Unterkunft bemüht. Eigentlich war es mehr das Fräulein das sich super viel Mühe gab. Jetzt bin ich in der günstigsten Unterkunft die ich in Japan je hatte. Für Fr. 21.50 hab ich hier ein Bett, Frühstück und Nachtessen.
Das Nachtessen dauert von halb 8 bis etwa 10 Uhr. Gekocht wird am Tisch. Ich versuch es einfach dem Staff gleich zu machen. Am Montag gab es Okonomiyaki, als Begrüssungsessen für ein neues Staffmitglied. Das mach ich in der Schweiz dann auch mal. Alles was man dazu braucht ist: Kabis, Ommlettenteig, Fisch, Krabben und alles was sonst noch gut schmeckt. Dienstag war Chickennugets und frittierte Ebi (Crevetten) auf dem Speiseplan. Gestern war Schweinetag. In Okinawa ist Schweinekopf eine Spezialität. Es gab, Schweineohren in Streifen geschnitten, Saugesicht gebraten, sogar die eine Scheibe Schweinenase war auf dem Buffet. Die war für meinen Geschmack aber zu zäh. Natürlich war auch Zunge, Leber, Niere, Herz und Schwarte verfügbar. Mit ein bisschen Sauce schmeckt das alles ganz gut. Anlass für dieses Festessen war der Abschied von einem Staffmitglied.

Neben dem guten Essen gibt es in Okinawa auch noch viel zu sehen.

Am Montag bin ich mit dem Fahrrad ein bisschen in der Stadt rumgekurvt.

Das Museum über die Schlacht von Okinawa hab ich am Dienstagmorgen besucht. Eigentlich wollte ich mit dem Velo dorthin radeln. Etwa 90 Minuten hätte ich für einen Weg gebraucht.

Der Hostelbesitzer hat mich dann aber mit dem Auto gefahren. Mit einem Zwischenhalt in einer Awamori Destilerie (Okinawa Vodka).

Am Nachmittag bin ich dann trotzdem noch auf eine Velotour gegangen.

Bin ziemlich lange umher geirrt bis ich am so genannten „tropical beach“ ankam.

Auf dem Weg dahin wurde ich sogar von dem US Marine Corps angehalten. Die wollten mich wohl nicht im Stützpunkt haben. Wenn man den Stützpunkt unbefugt betritt wird man nach japanischem Recht bestraft, nicht nach Amerikanischem.

Gestern machte ich einen Eintagesausflug nach Tokashiki. Das ist eine kleine Insel vor Okinawa. Bevor ich den Strand aufsuchte, wollte ich die Aussicht vom Hügel geniessen. Der Weg nach oben war extrem heiss. Oben angekommen hat’s zu Schiffen begonnen. So richtig heftig. Es war aber ganz angenehm, wie eine kühle Dusche.
Im Regen bin ich dann wieder zum Hafen zurück gewandert. Auf einem anderen Weg natürlich. Irgendwann kam dann ein Tor mit einer Habu Warnung. Habu ist der Name für die giftigste Schlange in Japan. Leider (weil keine Fotos) oder zum Glück (weil so gefährlich) hab ich keine Habu’s gesehen.

Die Strasse die ich entlang ging, führte durch eine art Jungel. Die japanischen Grillen, etwa 8cm lang und extrem laut,
sind im Moment aktiv.

Vom Hafen nahm ich dann einen Bus bis zum Strand.

Das Wasser ist super klar. Ich glaub da gibt’s auch Nemo-Fische. Die hab ich aber nicht gesehen.

Am Strand hatte es kleine Pools die durch die Flut entstanden sein müssen. Manchmal waren darin kleine Fische gefangen, wie in einem Aquarium.

Mit der nächsten Flut kommen die dann aber wieder frei.

Nicht nur an Land gibt es giftige Tiere, an der Fährestation wird mit einem Plakat auf die Gefahren des Wassers aufmerksam gemacht. Tokashiki hat die Inselgästen zum Schluss noch mit einem Regenbogen verabschiedet.
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