Freitag, 25. Juli 2008

Schlechtes Gewissen

Niemand hätte es bemerkt, aber das Gewissen plagte mich. Auf dem Rückweg von Tokyo nach Wien bin ich nicht mit einer 747 wie auf dem Bild geflogen. Es war eine 777 vom gleichen Hersteller. Der abgebildete Jumbojet brachte mich von Naha nach Haneda. So jetzt ist wieder alles gut und ich kann beruhigt schlafen.
Damit ich mich möglichst schnell wieder an mein Heimatland gewöhne, mach ich eine Art Intensivtraining mit. Schon am Montagmittag gab es Raclet. Im vergleich mit dem leichten japanischen Essen ist Raclet extrem fettig. Aber ebnsogut wie ein Sushi. Am Dienstag hab ich mehr oder weniger den ganzen Tag an einer Tastatur mit deutschem Layout verbracht. Auch daran muss man sich wieder gewöhnen.
Extremschweizerisch wurde es Gestern auf dem Schilthorn. Beim Anblick von den Bergen, Schnee und den Kühen schlägt jedem Schweizer das Herz ein bisschen höher. Ich hab mich in der letzten Zeit glaub zu stark an die Luft auf Meereshöhe gewöhnt. Auf den letzten Meter zum Gipfel (fast 3000m) musste ich ziemlich „schwär schnufe“. Hab es aber ohne andere Probleme geschafft. Leider kann ich keine Bilder von Eiger, Mönch und Jungfrau zeigen. Die drei waren immer hinter Nebel versteckt. Nur zwischendurch zeigten sich kleine Teile der wohl bekanntesten Bergkombination der Schweiz (Welt?). Natürlich hab ich auch noch einem japanischen Paar beim Fotografieren geholfen. Die waren aus Kyoto. Als ich erzählte wo ich mich in Japan so rum triebe, bestätigten sie mir, dass ich eine gute Wahl getroffen habe. Irgendwo in der Mitte des Bogs ist ein Bild von Birdwatchers. Die beiden seien schon oft am gleichen Ort gestanden und haben Vögel geknippst.

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