Von Sapporo bis nach Wakinosawa hab ich nicht mal 11Stunden benötigt. Mein Tagesablauf war folgender. Um 8:00 haben wir das Internationale YH verlassen und sind mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof gerattert. Die Fahrgäste waren hoch erfreut als wir uns mit den grossen Rucksäcken in den vollen Wagen drängten. Mir war das aber komplett egal, es war ja nur für drei Stationen. Als wir dann am Bahnhof ankamen hab ich mir das Hostel in Wakinosawa reserviert. Ich glaube 8 Wochen Japanischunterricht ist wirklich das unterste Limit das man für solche Orte mitbringen sollte. Als ich dann noch sagte dass ich von Sapporo komme wollte sie die Reservierung schon wieder absagen.
In Sapporo hab ich den Kris noch verabschiedet. Jetzt bin ich wieder alleine unterwegs. 9:19Uhr hab ich dann Sapporo verlassen und bin via Hakodate,

den Untermeertunnel, Blau-oder Grünwald (AOI ist eigentlich BLAU, wenn die Ampel aber GRÜN zeigt, sagen die, es ist AOI) nach Noheji. Den Noheji Bahnhof hab ich mir ja etwas anders vorgestellt. Ich dachte, das ist so ein mittelgrosser Umsteigebahnhof.

Als ich dann den einzigen wartenden Zug sah musste ich lachen. Der Pilot der Diesel-Tressiene hat gesagt „Die Leute sind halt kleiner“. Er hat’s natürlich auf japanisch gesagt und ich hab’s erst nach etwa 5 Minuten Erklärung verstanden. Den Zug den ich dann nach Ominato genommen hatte war auch lustig. Der war genau doppelt so lange wie der den ich ausgelacht hatte. Ich glaub in der Schweiz würden Unterschriften gesammelt um einen so alten Zug zu ersetzten.

Immerhin hatte er eine Postautofunktion. Vor Harten Kurven hat er immer gehupt. Nicht so schön wie das Postauto dafür lauter. Von Ominato ging’s dann mit dem Bus nach Wakinosawa. D

er Bus war auch nicht so schön wie ein Postauto, dafür war die Aussicht auf das Meer ganz gut. Kurz nach 7:00pm bin ich dann in Wakinosawa angekommen. Als ich das erste Mal ausstieg hab ich zum glück noch nachgefragt wo das Hostel ist. Der Driver hat mich dann wieder in den Bus gewunken und gesagt dass es noch zwei Stationen weiter geht. Das hat mir ein schönes Stück Fussmarsch erspart.
Im der Jugi wurde ich herzlich empfangen. Heute bin ich der einzige Gast.

Das Haus sieht ein bisschen wie ein Buurehus aus. Überall hats Blüemli und Äeri. Mir gefällt’s hier. Morgen ist ein kleiner Vulkan angesagt. Jetzt weiss ich noch nicht ob ich da viel wandern muss oder ob der Bus bis auf die Spitze fährt. Auf jeden Fall soll man da an der Teufelspforte baden können.
Japanisch Konversation:
Auf dem ersten Streckenstück hab ich mit zwei Geschäftsmännern geplaudert. Der eine hat mir sogar eine Visitenkarte gegeben. Auf der Rückseite hat er geschrieben „Have a good trip! God bless you!“. Noch vor Hakodate fragte ich den Kondiktör in meinem besten Japanisch ob ich den letzten Bus von Ominato noch erreichen kann. Er hat mir dann den Weg bis Ominato erklärt. Das war eigentlich der Teil der mir klar war. Da ich aber nicht wusste wie ich mich noch klarer ausdrücken konnte, hab ich mich bedankt und er ist weitergegangen. Ein paar Minuten später ist er wieder gekommen und hat sich entschuldigt weil ihm ein Fehler passiert war. Er hatte sich in der Umsteigezeit um ein paar Minuten vertan.
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