Samstag, 14. Juni 2008
Auf der Insel steht ein Berg
…und sonst nicht viel. Nach der Übernachtung in Sapporo gings super eilig mit der U-Bahn zum Bahnhof. Wir hatten ein riesen Glück dass wir den Zug noch erwischten. Wir, das ist der Belgier Kris und ich. Mit dem Bummelzug gings nach Wakkanai. Das ist ein kleines Nest ganz im Norden von Japan. Die Landschaft in Hokkaido sieht aus wie in der Schweiz. Es gibt viel Wald, nur kleine Orte, Ausnahme Sapporo, und viele Kühe. In Wakkanai haben wir dann die Fähre nach Rishiri genommen. Da die Räume hauptsächlich für japanische Touristen ausgelegt waren gab es keine Sitzplätze. Man sass oder lag einfach auf dem Boden rum. Ist gar nicht die schlechteste Art zu reisen.
Von der Fähre aus bekamen wir dann einen ersten Blick auf unser Wanderziel. Der Vulkan ist 1721m hoch, der Gipfel ist so ziemlich genau in der Mitte der Insel. Ausser dem Berg gibt’s nichts das Leute nach Rishiri ziehen könnte. Bevor wir den Hügel aber in angriff nahmen war eine Übernachtung im YH Gurin Hiru angesagt. Gurin Hiru heisst auf japan-englisch green hill. Das ist auch der Name eines Sonnenuntergangausichtspunktes direkt neben der Herberge.
Der Sonnenuntergang war nicht so strahlend. Der Sonnenaufgang war schon etwas blendender. Um 4.00Uhr sind wir aufgestanden.
Um 5.00 Uhr sind wir losgelaufen und um 9.00Uhr hatten wir die rund 1700 Höhenmeter hinter uns. Auf dem Weg haben wir etliche Japaner gefressen. Die kommen mit ihren kurzen Beinen einfach nicht vom Fleck. Di
e Aussicht von der Bergspitze war supe
r. Wir hatten sogar Glück und die Wolke die man auf dem ersten Bild (Vortag) sieht hat die Spitze nie erreicht. Deshalb hatten wir in alle Richtungen freie Sicht aufs Meer. Auf einem Bild ist im Hintergrund eine kleine Insel zu sehen. Das ist Rebun.
Von der schreib ich dann auch noch. Beim Abstieg waren wir langsamer als beim Aufstieg.
Da der Weg, mit Ausnahme des Geröllpfades auf die Spitze, aus einem langen Pflanzentunell bestand musste ich alles im Quasimodostyl (geduckt und den Kopf auf eine Seite gelegt) runter laufen.
Falsch abbiegen wäre nur mit Kettensäge möglich gewesen, so dicht war die Bewaldung. Bevor wir dann das zweite Mal in Rishiri nächtigten genehmigten wir uns noch ein Bad im Onsen.
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