Dienstag, 3. Juni 2008

Alle mögens exotisch

Kulinarisch hab ich mich in der letzten Zeit wieder etwas bereichert. Letztes Wochenende waren wir (Kazuo, Brigitte und ich) an der Küste. Ich hatte das erste mal das japanische Meer von nahem gesehen. Ich glaube wenigstens dass es das Mehr war. So genau konnte ich es nämlich nicht sehen. Das Wetter war wieder mal ganz schlecht. Auf jeden Fall waren die Wellen grösser als ich sie von einem See gewohnt bin. Auch der Fischmarkt war ein Indiz für das Meer. Es gab alles was man sich an Fischen vorstellen kann. Vieles sah lecker aus, vieles auch nicht so. Und das das gar nicht lecker aussah wollte Kazuo unbedingt probieren. „Sea Pineapple“, Ich schlage vor, dass ihr mal danach googelt. Es ist im Grunde genommen ein stationär lebender Fisch, so hab ich das auf jeden Fall verstanden. Er schmeckt gar nicht mal so schlecht wie mir Kazuo gesagt hat. Die Zubereitung ist ganz einfach. Mit einem grossen Messer schneidet man die Schale auf, nimmt das „Fleisch“ raus, weidet es aus und schneidet es in Streifen. Fertig. Wir roh gegessen mit etwas Sojasauce und Essig. Dann hatte ich Heute noch mein erstes „Udon“ von der Gleisküche. Auf fast jedem Perron von grösseren Bahnhöfen hat es Imbissstände für den kleinen Hunger. Udon sind ganz dicke Spagetti die in einer „Buio“ schwimmen. Schmeckt gar nicht mal so schlecht. Bestellen tut man das an einem Automaten. Man hat aber Bildli zur Auswahl. Mein Problem war halt nur dass ich nicht wusste welches Bild zu welchem Knopf gehört. Des weiteren probierte ich an meinem Schulschlussfest, das ja auch schon beschrieben wurde, noch Frosch. Das war auch gut, schmeckt wie „Pulle“. Ich weiss aber nicht ob ich das wieder mal essen soll. Seit ich die Geschichten von Frosch und Kröte lese (bin jetzt am zweiten Buch, verstehe immer noch nichts) sind mir die Hüpfer noch mehr ans Herz gewachsen. Im Gegenzug zu den Leckereien die ich immer wieder probiere, diene ich als exotischer Blutspender für die Mücken. Ich glaube die mögen das schweizer Blut ganz gut. Am Sonntag sind meine Beine, Füsse und Hände richtiggehend ausgesaugt worden. Es juckt schrecklich.

Heute war ich im Nationalmuseum der japanischen Forschung, ich weiss jetzt wieso es immer wieder Erdbeben gibt und dass ich noch viele Hässlichkeiten aus dem Meer probieren kann.

Morgen gehe ich auf die Reise. Nikko ist auf dem Programm. Ich werde da zwei mal übernachten und dann geht’s weiter nach Sendai. Mal sehen was die alles zu bieten haben. Wie es danach weiter geht weiss ich noch nicht genau.

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